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Der perfekte Handschlag

Der perfekte Handschlag

Frank Fietzek, 2019

Eine interaktive Soundcollage aus 100 Jahren Hamburger Universitätsgeschichte

Die Skulptur ist der Außenposten der Jubiläumsausstellung „100!“ hier im Hauptgebäude der Universität.

Drehen Sie die Kurbel!

Eine interaktive Soundcollage

Auf dem Vorplatz des Universitätshauptgebäudes steht eine übermannsgroße Stele mit einer Kurbel an ihrer Vorderseite – eine Kreuzung zwischen einem Leierkasten und dem mysteriösen Monolithen aus dem Film „2001“.

Die Stele ist im unbenutzten Zustand ein relativ einfach und geschlossen wirkender Körper aus schwarz gewalztem Stahl mit einer darauf fremd wirkenden und daher Aufmerksamkeit erzeugenden Kurbel (Edelstahl, glänzend).

Durch das Drehen der Kurbel bewirkt der Betrachter zuerst eine mechanische Veränderung: Eine Klappe an der oberen Front der Stele öffnet sich, ein Megafon wird ausgeklappt.

Danach beginnt das Megafon Zitate und Zitatfragmente aus Gegenwart und Geschichte der Universität wiederzugeben. Nach kurzer Zeit öffnet sich eine zweite Klappe mit einem identischen Megafon und unterbricht/antwortet mit einem anderen Zitat. Die Zitate sind so gewählt, dass sich ein zufälliger, immer neuer Dialog ergibt – so entstehen überraschend oft sinnvolle, aber auch teils absurde Zusammenhänge.

Die Skulptur ist autark, der für die Bewegung und den Ton notwendige Energie erzeugt der Benutzer durch das Kurbeln selber.

Frank Fietzek

Frank Fietzek ist Medienkünstler und hat seit Anfang der 1990er Jahre hat er an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen. Daneben entwickelt und realisiert er interaktive Exponate für Museen, Besucherzentren, Ausstellungen und Messen.

Er unterrichtet seit 1994 an verschiedenen Institutionen in den Fachbereichen Gestaltung und Kunst: u.a. als Dozent an der Merzakademie in Stuttgart, an der Bauhaus-Universität in Weimar, als Projektleiter am Labor für elektronische Medien der HfbK in Hamburg, als Gastprofessor an der UdK Berlin, als Dozent am Hyperwerk der FHNW Basel und als Gastprofessor an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Frank Fietzek erhielt verschiedene Auszeichnungen und Preise, u.a. ein Arbeitsstipendium des ZKM Karlsruhe 1993, zwei Auszeichnungen der Ars Electronica Linz 1999 und 2001 sowie das Senatsstipendium für Bildende Kunst der Stadt Berlin 2004.

Andere Arbeiten des Künstlers

Im Rahmen der Ausstellung zum Senatsstipendium der Stadt Berlin habe ich als Reaktion auf die Arbeit des mit ausstellenden Künstlers Markus Wirthmann – er zeigte eine maschinenerzeugte raumfüllende Sanddüne – einen kleinen autonomen Roboter in Form eines Spielzeugbaggers gefertigt.

Im Laufe der 2-wöchigen Ausstellung trägt der Bagger einen Teil der Düne ab und transportiert ihn auf einen eigenen Haufen.

Die Arbeit wurde erstmals im Rahmen der Stipendiatenpräsentation Bildende Kunst 2005 im Ausstellungsraum Kunstbank Berlin gezeigt.

Eindrücke von der Mechatronischen Installation 2004

Frank Fietzek
Eindrücke von der Mechatronischen Installation 2004
Frank Fietzek
Eindrücke von der Mechatronischen Installation 2004
Frank Fietzek
Eindrücke von der Mechatronischen Installation 2004